wenn der Reiter geduldig eine partnerschaftliche Beziehung aufbaut. Trakehner kann man nicht nach dem Motto ’Schlaufzügel drauf und Sporen in das alte Loch’ reiten.“ Der Erhalt wertvoller und seltener Blutlinien liegt Marggraf am Herzen. Der Trakehner-Verband honorierte das, in dem er dem Züchter die Ehrennadel in Silber verlieh.
Auf Terra Nova stehen mittlerweile über Generationen Pferde, die neben Rittigkeit über Charakterstärke und ein angenehmes, menschenbezogenes Wesen verfügen. Ein Ergebnis der durchdachten Zuchtphilosophie, die auf die beiden Kernelemente der Zucht setzt: Maßvolle Inzucht und Outcross. Die maßvolle Inzucht dient der Konsolidierung auf ein bestimmtes Zuchttier und dessen positive Eigenschaften. „Man muss das Pferd und seine Vererbung genau kennen, wenn man eine Konsolidierung betreiben will. Nur so kann man Inzuchtdepressionen verhindern. Das heißt aber auch, das man das Ergebnis der Zucht anschließend in seiner Entwicklung, in seiner Gesundheit und seinem Charakter genau beobachtet, um Minusvarianten auszuschließen“, sagt Marggraf. Die Outcrosszucht – die Anpaarung mit Vollblütern und Arabern, sei Tradition und Moderne zugleich. Tradition, weil Trakehner von jeher durch orientalisches und englisches Vollblut veredelt wurden und Moderne, weil es notwendig ist, die Genvielfalt bei einem geschlossenen Stutbuch zu verbreitern. Immer wieder werden deshalb Stuten auf Terra Nova mit Vollbluthengsten gepaart. |